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zuletzt aktualisiert: 2013
Von Predigern und fanatischen Spinnern
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Hallo Ihr,
ich möchte mal was Allgemeines zum Platzbedarf schreiben.

Als ich anfing mich mit Kaninchen zu beschäftigen (seit dem 22.4., also schon vor Urzeiten *g*) habe ich mich natürlich belesen und dabei auch das ein odere andere Forum durchstöbert.

Wie überall, ist mir auch hier sehr stark aufgefallen, daß drei Themen gegenüber Neulingen oberste Priorität haben und zwar contra Einzelhaltung + Trockenfutter und pro Platzbedarf.

Einzelhaft und Restabfallverwertung in Form von TroFu waren von Anfang an kein Thema für mich. Aber zum Platz möchte ich mal meine Gedanken im Vorfeld loswerden.

Warum nicht einen handelsüblichen Käfig kaufen und die Wackelnasen ab und an mal ein Stündchen hoppeln lassen wenn man Zeit und Laune hat? Wenn das so verkehrt ist, warum gibt es denn so viele kleine Käfige und Ställe im Handel? Uns wurde beim Kölle-Zoo auch ein einzelner Meterkäfig für zwei Teddyzwerge als völlig angemessen angepriesen, selbst wenn sie ausgewachsen seien, wäre das kein Problem wenn man ihnen ein, zwei Stunden Auslauf am Tag gibt.

Also absolut nicht konform mit den Platzprediger/innen. Wem glaube ich nun mehr? Verkäufern, die ja Ahnung haben und immerhin geschult sein sollten in ihrem Metier, Büchern die auch vermitteln, daß ein 1,20m Käfig okay ist oder einer Handvoll “fanatischen Spinner/innen” aus dem Internet?

Ich habe im Vorfeld keinen Käfig gekauft, sondern einen doppelstöckigen Stall da ich anfangs noch von Außenhaltung ausging. Dieser erschien mir mehr als riesig für meine zwei achtwöchigen Kaninchenkinder, außerdem sollen sie ja Rundumfreilauf bekommen und das Zimmer ist kaninchensicher gemacht worden...ganz so beratungsrestistent war ich gegen die "Predigten" also nicht, obwohl ich immer noch skeptisch war und im Stillen dieses 2 m² dauerhaft pro Tier belächelte und übertrieben fand.

Als meine Beiden dann endlich einzogen, hatte sich meine Meinung am ersten Abend insgeheim nicht großartig geändert und als ich die beiden da so verloren in ihrem riiiiieeeesigen Stall sitzen sah, schon mal gar nicht.Die erste Nacht verlief auch relativ ruhig. Sie haben eher zaghaft ihr neues Revier erkundet.

Am nächsten Morgen aber war um sechse die Hölle los. Ich dachte, ich spinne. Wie können zwei so Winzlinge nur soviel Krach machen? Ein Gehumpel und Gepumpel, hoch, runter, kreuz, quer, übereinander… und immer wieder sind sie an ihre Grenzen, sprich die Wände, gestoßen. Das war NICHT SCHÖN zu sehen, auch wenn ich mich natürlich gefreut habe, daß sie so putzmunter sind.

Wir haben sofort den Stall unten geöffnet und nach ein paar Stunden und ersten zaghaften Raus- und wieder Reingehoppel haben sie mit Freude und viel Spaß erstmal den Teppich für sich in Beschlag genommen. Da wird geflitzt, gejagt, gesprungen, gespielt, sich versteckt, getobt und alles gemacht was “Kleinkindern” eben so Spaß macht. Nach und nach erobern sie auch den Rest des Zimmers und unserer Herzen.

Wenn sie genug haben, hoppeln sie einfach selbst wieder in den Stall. Wenn ich sie dort dann so sehe, wohlig zufrieden ausgestreckt und eng aneinander gekuschelt, denke ich, das theoretisch ein Schuhkarton auch reichen würde, mehr beanspruchen sie die meiste Zeit gar nicht, mal eben abgesehen von dem Platz der Grundbedürfnisbefriedigung. Natürlich bleibt der Stall als sicherer Hafen bestehen. Wir leben ja auch in einer Wohnung innerhalb eines Hauses und nicht im Flur.

Ja, mittlerweile finde ich sogar unmöglich, nur ein paar wenige Stunden Freilauf am Tag zu gewähren. Wenn ich meine Beiden so beobachte, fällt mir auf, daß sie auch oft einfach nur kurz rauskommen, weil sie gerade aus der Ferne etwas entdeckt haben, was einer ausgiebigen und sofortigen Untersuchung bedarf. Wenn es sich als uninteressant erweist, geht es eben zurück, es findet sich schon was Neues.

Seitdem geht es morgens übrigens schon um fünf Uhr los - von 0 auf 100 in wenigen Sekunden. Es herrscht aber schnell wieder Stille, sobald sie unten angekommen sind mit ihrer Toberei.

Für mich steht fest: Ich leiste Abbitte und reihe mich mit Freuden in den “Club der Platzprediger” und “fanatischen Spinner” ein.

Wehe, wehe mir begegnet in Zukunft mal jemand mit reiner und viel zu kleiner Käfighaltung…..der wird gnadenlos missioniert!!!

Das wollte ich mal kurz (oder lang *g*) loswerden. Einfach auch um zu zeigen, daß auch erst vieles die Praxis bringt.

Danke an Beatrix für diesen Erfahrungsbericht.
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